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Montessori-Schule, Erweiterung Schulstandort, Potsdam

2016-2019

Auftraggeber: KIS - Kommunaler Immobilien Service Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam
Architekten: ASG Arbeitsgemeinschaft Schulstandort Gagarinstraße vertr. durch IBUS Architekten und Ingenieure GbR

Die Freiflächen der Schule sind dabei zentraler Bestandteil der vorbereiteten Umgebung und des kosmischen Bildungsansatzes von Montessori, in deren Theorie es wichtig ist, die Natur als großes Ganzes zu begreifen und in der jedes Teil eine Aufgabe für das Ganze erfüllt. Um die Schulgebäude herum werden dabei nach dem Konzept thematische „Landschaften“ gruppiert die den Prinzipien der Montessori Raumgestaltung entsprechen. Diese „Landschaften“ könnten global betrachtet auch Ausschnitte aus Kontinenten darstellen. Savanne, Gebirge, Quell und Agora sind die gestaltgebenden Motive für die Außenraumgestaltung der sich die Materialwahl in gewisser Weise unterzuordnen bzw. anzupassen hat. Bei den zu verwendenden Bau- und Oberflächenmaterialien sollen insbesondere Nachhaltigkeitsaspekte stärker gewichtet werden und erst danach in das Bewertungsszenario zu den zu erwartenden Lebenszykluskosten gesetzt werden.

Als Naturerlebnisraum wird eine besonders nachhaltige Form der naturnahen Gestaltung von Schulfreiflächen bezeichnet, deren Planungsprozess sich bereits durch eine intensive
Benutzerbeteiligung auszeichnet. Die Realisierung wird unter Beachtung der Grundsätze und Richtlinien des Naturgartenbaues betrieben, in denen hauptsächlich regionale Baustoffe und Materialien verwendet werden sollen. Um die Böden „Beikrautfrei“ zu starten ist es sinnvoll in den Pflanz- und Ansaatflächen mit sogenannten Rohböden zu starten um somit eine standorttypische, artenreiche vielfältige und nachhaltige Pflanzung zu ermöglichen. Die Vegetation der Schulfreiflächen wird überaus artenreich und vielfältig angelegt und unterscheidet sich darin massiv von den bekannten Abstandsgrün- und Scherrasenflächen herkömmlicher Anlagen. Üblich in der Naturgärtnerei sind Ansaaten mit ein- und zweijährigen Pflanzen, Blumenbeete aller Standorte, Wildblumensäume, Blumenkräuterwiesen, Blumenschotterrasen, sowie Stauden- und lumenzwiebelpflanzungen.

Voraussetzung für eine langfristige positive Entwicklung der Schulfreiflächen ist eine naturnahe Pflege, die sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientiert. Ziel oder Ergebnis dieser Pflegeform sind dauerhaft positive, sich selbst erneuernde, tragende Entwicklungs- und Veränderungsprozesse, die sich besonders nachhaltig auf die Begrenzung der Pflege und Unterhaltskosten der Anlage auswirken können.
Das Start – Bepflanzungskonzept der Anlage muss in Art und Dichte für die Montessori Pädagogik als wachsender Baukasten angelegt sein. Pflanzenanordnungen zur Phänologischen Beobachtung sowie auch das Anpflanzen und Pflegen von Klima- und Obstgehölzen sind wichtige Bauteile.

Bei den Pflegeleistungen sind ausdrücklich Eigenleistungen der Schule integriert, die Lehrer und Schüler müssen allerdings mit entsprechenden Vorbereitungen (Schulung / Workshop etc.) Gelegenheit bekommen in die jeweiligen Arbeitsabläufe und Aufgaben hineinzuwachsen.

Die Sportflächenbeläge der Spielfelder, der „Agone“ sind nach den möglichen Belastungen
Ausgelegt. Die Anlage der Ballfangzäune ist in der Ausdehnung optimiert und verbindet das Notwendige mit dem Nützlichen. Das Spielfeld mit dem „Käfig“ und der geschlossenen Bande hat die meisten Nutzungsvariablen.

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