Neugestaltung Hegelplatz, Berlin Mitte

  • Auslober: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Rundgang: 2
  • Jahr: 2019

Bauhof, Hegelplatz und Campus Mitte

Dieser - sich im unmittelbaren Einzugsbereich der barocken Stadtbefestigung befindliche - Teil der Dorotheenstadt besteht aus gegeneinander versetzten und geknickten Straßen, sich immer wieder ändernden unterschiedlichsten Nutzungen. In unmittelbarer Nähe des Forum Fridericianum ähnelt der ehemalige königliche Bauhof einem ohne Anleitung und eher zufällig gewebten „kunterbunten“ Teppich.

Als im Jahre 1872 Hegels Büste aufgestellt und der Platz nach dem Lehrenden und Rektor der Universität benannt wurde, besteht die sonderbare städtebauliche Einstülpung des benachbarten Bauhofes unbekümmert fort. Krieg, Zerstörung und Abriss nahmen dem verwinkelten Raumgebilde seine bauliche Fassung. Neben dem eigentlichen, befestigten Hegelplatz entsteht auf den alten Grundstücken Dorotheenstraße 5, Hegelplatz 2, Bauhofstraße 6-8 und Georgenstraße 43 der heute grüngeprägte Freiraum des Campus Mitte.

Zusammen mit dem Neubau „Humboldtpalais“ bildet ein Carré aus Türkischem Baumhasel einen beinahe hermetisch vom Umfeld abgeriegelten Grünraum. Ziel ist es, diesen Ort stellenweise zu öffnen und wieder Teil des vielfältigen Umfeldes werden zu lassen.

Durch Herausarbeitung der ortstypischen Charakteristika entsteht ein sich ergänzendes Neben-einander von Platz und Campus – der gepflasterte, Alt-Berliner Platz am letztverbliebenen Haus Hegelplatz No.1 auf der einen - und der in Verlängerung des Gartenhofes der Humboldt Universität, am Universitätsgebäude gelegene, grüngeprägte Campus auf der anderen Seite.