Montessori Schule, Potsdam

Die Außenanlagenplanung des Schulstandortes Gagarinstraße in Potsdam wurde 2016 auf Grundlage des von KIS vorgegebenen konventionellen Schulkonzeptes erarbeitet. Erst nach Abschluss der Entwurfsphase und Genehmigungsplanung entstand für die Bauherren die Möglichkeit, eine Montessori Schule als Nutzer und Schulform zu gewinnen.

Da die Montessori Schule ein besonderes pädagogisches Konzept verfolgt, waren wesentliche Anpassungen des Freianlagenkonzeptes notwendig.

In Zusammenarbeit mit der Montessori Schulleitung wurde ein eigenes Raumprogramm formuliert, in dem insbesondere der Umfang und die Form der Sportfreianlagen sowie die pädagogischen Vorgaben hierzu definiert sind, die Entwurfsplanung entstand gemeinsam in einem vorgeschalteten Abstimmungs- und Beteiligungsprozess mit Bauherr KIS und den Nutzern Montessori Schule und Hort.

Die Freiflächen der Schule sind zentraler Bestandteil des Bildungsansatzes von Montessori, in deren Theorie es wichtig ist, die Natur als großes Ganzes zu begreifen, in der jedes Teil eine Aufgabe für das Ganze erfüllt.

Um die Schulgebäude herum werden nach diesem Konzept thematische „Landschaften“ gruppiert, die den Prinzipien der Montessori Raumgestaltung entsprechen.

Diese „Landschaften“ könnten auch Ausschnitte aus Kontinenten darstellen. Savanne, Gebirge, Quell und Agora sind die gestaltgebenden Motive für die Außenraumgestaltung, der sich die Materialwahl unterzuordnen bzw. anzupassen hat. Bei den zu verwendenden Bau- und Oberflächenmaterialien sollen insbesondere Nachhaltigkeitsaspekte gewichtet werden.

Die Schulfreifläche wird als Naturerlebnisraum angelegt, deren Planungsprozess sich bereits durch eine intensive Benutzerbeteiligung auszeichnet.

Die Realisierung wird unter Beachtung der Grundsätze und Richtlinien des Naturgartenbaues betrieben, in denen hauptsächlich regionale Baustoffe und Materialien verwendet werden sollen. Die Vegetation der Schulfreiflächen wird überaus artenreich und vielfältig angelegt. Pflanzenanordnungen zur phänologischen Beobachtung sowie das Anpflanzen und Pflegen von Klima- und Obstgehölzen sind wichtige Bauteile. Bei den Pflegeleistungen sind ausdrücklich Eigenleistungen der Schule integriert.

 Die Sportflächenbeläge der Spielfelder, der „Agone“, sind nach den möglichen Belastungen ausgelegt. Die Anlage der Ballfangzäune ist in der Ausdehnung optimiert und verbindet das Notwendige mit dem Nützlichen. Das Spielfeld mit dem „Käfig“ und der geschlossenen Bande hat die meisten Nutzungsvariablen.

                                         

Leistungsphasen

2 - 9

Fläche

14.000 m²

Fertigstellung

2020

Auftraggeber

KIS Potsdam

Architekten

IBUS Architekten, Berlin

Planung

A.A Landschaftsarchitekten, Ines Alkewitz, Albert Armbruster